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Exasol Power Index: Die datengetriebenen EM-Favoriten

Exasol Power Index

Die Europameisterschaft ist da! Ein Jahr später als geplant, aber nun umso freudiger erwartet – von den Fans und Spielern gleichermaßen. Bevor der Ball endlich rollt, wird munter spekuliert: Wer sind die Titelkandidaten, wer könnte für eine Überraschung sorgen oder wird es gar eine Sensation wie 2004 geben, als Griechenland den Titel gewann? Exasol wählt für die Kür der Favoriten einen datengestützten Weg.

Dafür hat Exasol mit seinem Partner, dem Institut für Spielanalyse, die 24 Kader der Nationalmannschaften analysiert, die sich für die Europameisterschaft qualifiziert haben. Welche Nation hat die höchste Qualität an Bord und warum ist das entscheidend? It´s a players´ game! Die momentane Qualität der Spieler auf dem Platz entscheidet das Spiel. Aber wie misst man Qualität? Die Antworten darauf sollen natürlich auch aufzeigen, wie die Erfolgsaussichten für die deutsche Nationalmannschaft sind. Exasol ist seit Oktober 2020 offizieller Partner des Deutschen Fußball Bundes (DFB)! 

Top-Spieler sorgen für bessere Erfolgsaussichten! 

Im ersten Schritt der Analyse wurden jene Spieler in den Kadern der Nationalmannschaften identifiziert, die in einer der Top-5-Ligen Europas (Bundesliga, La Liga, Premier League, Seria A, Ligue 1) bei einem Verein spielen und darüber hinaus im zweiten Schritt, ob sich dieser Club in der Saison 2020/21 für die internationalen Wettbewerbe 2021/22 qualifiziert hat (Plätze1 – 7 je nach Liga). Diese Anzahl an Schlüsselspielern bestimmt die Qualität des Kaders. Es ist mithin die Suche nach einem Spielerqualitäts-Benchmark. Wir nennen es den Exasol Power Index (EPI).

Die sportwissenschaftliche Perspektive dazu: Spieler, die im Kader eines Top-Klubs in Europa spielen, genießen ein Umfeld, das zum einen die Leistungsentwicklung fördert – das bedeutet u.a. optimale Trainingsbedingungen und Konkurrenz durch starke Mitspieler, hohe Wettkampfqualität in verschiedenen Wettbewerben, Umgang mit Druck in Do-or-Die Spielen. Zum anderen sind Spieler solcher Teams mit hoher Wahrscheinlichkeit physisch als auch psychisch in guter Form, da sie sich ja zuletzt mit ihren Klubs für die europäischen Wettbewerbe qualifiziert haben. In den vor Turnierbeginn anberaumten Trainingslagern der Nationalteams können die Akteure nun den optimalen Zustand aus einer sportlichen Formstärke, basierend auf einer erfolgreichen wenngleich fordernder Belastung durch Spielminuten in der zurückliegenden Saison, und der nötigen Frische für das Turnier erreichen.

Exasol Power Index

Exasol Power Index: Frankreich ist Favorit, Deutschland knapp dahinter!

Somit ist gewährleistet, dass diese besonderen Spieler, die den Unterschied ausmachen, auch ihre Nationalmannschaft theoretisch zum Titelkandidaten küren. Denn jene Mannschaften mit vielen Spielern, die den EPI in sich tragen, werden – bis auf wenige Ausnahmen – mit hoher Wahrscheinlichkeit auch diejenigen sein, die sich für das Achtelfinale qualifizieren und dann die K.-o.-Phase dominieren. Wie kommen wir darauf? Seit 2006 hat auch immer das Team mit dem größten EPI die Weltmeisterschaft gewonnen.

Laut Daten ist aktuell das stärkste Team der amtierende Weltmeister: Die Franzosen gehen mit 22 EPI-Spielern in den Wettbewerb. Knapp dahinter folgt aber bereits die deutsche Nationalmannschaft. Unter den von Joachim Löw nominierten 26 Spielern finden sich 20 EPI-Athleten. Zusätzliches Highlight: Von den 26 deutschen Kickern sind zehn Spieler, die in den letzten zwei Spielzeiten die Champions League gewonnen haben! Zum Vergleich: Die Franzosen kommen auf sieben Spieler. Zu den weiteren Turnier-Favoriten können Spanien (19 EPI-Spieler), Italien (16) und England (16) gezählt werden. Titelverteidiger Portugal ist gleichauf mit dem ewigen Geheimfavoriten Belgien (je 14). 

Überraschend und unbequem: die ambitionierten Underdogs!

Die Kader von Österreich (22 Spieler), Dänemark (21), der Schweiz sowie Wales (je 19) überraschen mit ihrer hohen Anzahl von Spielern, die in den Top-5-Ligen aktiv sind. Damit landen die beiden erstgenannten sogar vor dem Titelverteidiger aus Portugal! Was erklärt die starken Zahlen? Die Österreicher stellen in der abgelaufenen Spielzeit der Bundesliga mit 65 Spielern die größte Fraktion von Legionären aus einem Land. Aus diesem großen Pool an Fußballern landeten 22 Akteure im Kader von Franco Foda. Derweil gehen bei den Dänen die Mehrzahl ihrer Top-5-Ligen-Spieler in England und Italien (je 7) hauptberuflich auf Balljagd. Von den Eidgenossen kicken derzeit 21 Spieler in der Bundesliga, in den Kader für die EM schafften es davon zwölf Mann. Bei den Walisern geht das Gros der Spieler naturgemäß in England ihrer Profession nach (18).

Fazit: Aus Sicht der Daten hat die deutsche Nationalmannschaft gute Aussichten für eine sportlich erfreuliche Europameisterschaft. Zugleich könnte die Bundesliga der Nährboden für die eine oder andere große Überraschung während der Europameisterschaft werden. Wie immer gilt: Die Wahrheit liegt auf dem Platz!

Wir werden regelmäßig Podcasts, Artikel und Videos auf unserer EURO 2020-Seite veröffentlichen, also schauen Sie bald wieder vorbei!   

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