Clustering der EXA-Klasse
EXACluster OS bildet die Plattform für EXASolution. EXACluster OS basiert auf dem Standard-Linux-Kernel. Dieser wurde von EXASOL durch clusterspezifische Funktionalitäten erweitert.
EXACluster OS gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit des Gesamtsystems und bietet clusterweit effiziente Storage-Mechanismen an. Darüber hinaus stellt EXACluster OS weitere Services zur Verfügung, wie z.B. die zentralisierte Clusteradministration oder das Monitoring.
Die Knoten im Cluster sind gleichberechtigt und können beliebige Aufgaben übernehmen.
Hohe Verfügbarkeit
Im Falle des Ausfalls eines Clusterknotens übernimmt ein Standby-Knoten dessen Funktion. Dadurch stellt EXACluster OS sicher, dass der Betrieb ohne Beeinträchtigungen fortgesetzt wird. Die Wiederaufnahme des Betriebs dauert dabei nur wenige Sekunden. Fällt ein Knoten aus, werden die Daten des ausgefallenen Knotens einfach auf den Standby-Knoten übertragen und der Anwender kann wie gewohnt weiter arbeiten.
Die Anzahl der Standby-Knoten, die im System zur Verfügung stehen, richtet sich nach der Verfügbarkeitsanforderung des Kunden.
Effizientes Storage
EXASolution verteilt die Daten gleichmäßig auf alle Knoten des Clusters (shared nothing). EXACluster OS sorgt dafür, dass die Daten redundant abgelegt werden, um eine hohe Verfügbarkeit bei einem Knotenausfall zu gewährleisten. Die Speicherung der Daten erfolgt auf den lokalen Festplatten. Somit wird bei Lese- und Schreiboperationen clusterweit ein sehr hoher Durchsatz erreicht.
Durch diese Eigenschaft in Kombination mit der In-Memory Datenverarbeitung entfällt die Notwendigkeit, ein teueres Storage-System (SAN) einzusetzen.
Standardserver
EXASolution wird auf kostengünstiger Standardhardware betrieben. Zum Einsatz kommt üblicherweise ein Cluster von leistungsfähigen, in 19-Zoll-Racks montierten, Intel-Servern.
Eine typische Konfiguration eines solchen Clusterknotens besteht aus
- 2 Intel Xeon-Prozessoren mit jeweils zwei oder vier Kernen,
- 8 bis 64 GB RAM und
- 4 bis 12 SATA-Festplatten.
Der Cluster-Interconnect wird über GBit Ethernet realisiert.

