Diese 3 Entwickler-Typen sollte eine Firma unbedingt in ihrer Entwicklungsabteilung haben

Während meines Studiums hielt ich es für  eine gute Idee, den Kurs „Theorie der Software- Entwicklungsprozesse“ zu belegen. Ich dachte, dass ein solcher Kurs, ein gutes Investment für meinen Karrierestart sein würde. Nach meinem Abschluss fing ich bei einem kleinen, schnell wachsenden Software-Unternehmen an: EXASOL. Und schon nach ein paar Wochen war mir klar, dass Theorie und Praxis leider grundverschieden sind. Ein Kurs, in dem man eindrucksvolle aber geradlinige Prozessen und Techniken lernt, ist für den praktischen Einsatz im Technologieumfeld denkbar ungeeignet. Diese Erfahrung war für mich ein prägendes Erlebnis. Wie kann es sein, dass Studenten  nur mit theoretischem Wissen gewappnet, in einem praktischen Job bestehen sollen?

In den folgenden Jahren stieg ich von einem Software Entwickler zum Teamleiter, dann zum Leiter der R&D Abteilung und schließlich zum CTO auf. Aus den verschiedensten Blickwinkeln konnte ich so vieles über Softwareentwicklung lernen. Zum Beispiel, wie Kundenbedürfnisse aufgenommen, in Designs konvertiert  und schließlich als Features implementiert werden. Weiterhin lernte ich, wie schwierig es ist, eine gute Balance aus Feature, Zeitaufwand und Qualität zu finden.

Verstehen Sie mich nicht falsch – Prozesse zu definieren, Regeln aufzustellen und Tools zum messen, kontrollieren und managen von Teams zu verwenden, sollte nicht komplett vernachlässigt werden. Natürlich sind auch Methoden, Kommunikationsstrategien, Qualitätssicherung und Integrationszyklen wichtig. Doch ein für mich essentieller Faktor für effiziente und erfolgreiche Softwareentwicklung ist es, die richtigen Leute einzustellen. Eine ausgewogene Mischung aus talentierten Persönlichkeiten, die sich gegenseitig unterstützen und ergänzen, bildet ein schlagkräftiges Team. Um es zu verdeutlichen, ich meine nicht nur Berufsbezeichnungen wie Softwarearchitekten, Entwickler, Projektmanager oder QA-Software Tester. Was vor allem zählt, sind ihre Persönlichkeiten. Die folgenden drei verschiedenen Entwickler-Typen halte ich daher für ein gutes Team unverzichtbar:

Der geniale analytische Architekt
Selbst in seiner Freizeit beschäftigt er sich damit, neue Programmiersprachen zu lernen. Er verfolgt stets die neuesten Technologietrends mit dem Ziel, eine Architektur zu schaffen, die so „schön“ und elegant wie möglich ist.
Einige von ihnen wachsen von selbst in eine Führungsrolle hinein. Doch wichtiger ist es, sie nicht mit Managementtätigkeiten abzulenken.


Der schlaue und kreative Hacker
Dieser Entwickler versteht  sich als Künstler. Er kennt sich nicht nur mit Softwaremustern aus, sondern auch mit Low-Level-Programmierung zum Minimieren von RAM-Verbrauch und CPU-Anforderungen. Er arbeitet in einem schnellen Tempo und strebt stets danach, das Produkt weiter zu verbessern.


Der verantwortliche und kommunikative Entwickler
Er fordert detaillierte Design-Dokumente, eine übersichtliche Interface-Struktur und sorgfältige Tests, die garantieren, dass alle Features genau so funktionieren wie vorhergesehen. Wichtig ist es, dass sie nicht nur für andere testen müssen, sondern mehr Spielraum für die eigene Entwicklung bekommen.

Und so arbeiten sie zusammen:

Die genialen Architekten stellen sicher, dass ihr Produkt auf einem zukunftssicheren Fundament steht. So können Änderungen leicht durchgeführt werden und die APIs sind simpel und leicht zu verstehen. Falls notwendig, sind die Architekten aber auch fähig, Teile des Produkts völlig neu aufzusetzen.

Die kreativen, motivierten Hacker entdecken die effektivsten Algorithmen, mit denen sich der Produktcode implementieren lässt. Sie sind erst dann zufrieden, wenn sie auf das Ergebnis stolz sein können. Code mit schlechter Performance und vielen Bugs wird vermieden und man kann sich darauf verlassen, dass ein hohes Maß an Know-how vorhanden ist.

Die organisierten und kommunikativen Entwickler unterstützen ihre Team-Mitglieder und stellen sicher, dass alles gut organisiert wird. Mit automatisierten Tests stellen sie sicher, dass Wartungsarbeiten und mühsames Suchen nach Bugs den Entwicklungsprozess nicht behindern. Ihre kommunikative Persönlichkeit garantiert, dass alle wichtigen Infos immer an die richtigen Personen weitergeben werden.

Letztendlich ist es wichtig, nicht nur den Lebenslauf einer Person heranzuziehen sondern vor allem, dass man motivierte, kluge Leute einstellt, die in ihrem Job aufgehen. Nur so können herausragende Teams geschaffen werden. Außerdem ermöglichen sie, kreativ zu arbeiten anstatt ständig mit „Micro Management“ eingreifen zu müssen.

Ich bin auf das R&D Team bei EXASOL sehr stolz. Sie haben es geschafft, die schnellste analytische Datenbank der Welt basierend auf einer komplexen parallelen Architektur optimiert für In-Memory-Verarbeitung zu kreieren. Wenn ich nach meinem eigenen Beitrag gefragt werde, so ist mir eins klar, ich habe einfach nur die richtige Team-Mischung gefunden – nicht mehr und nicht weniger.

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